Montag, 21. September 2026

Krankheiten, Ursachen, Anzeichen und wann sollte man den Tierarzt rufen

Die wohl häufigsten Ursachen für Erkrankungen der kleinen Steckdosen-Träger sind falsche Fütterung und schlechte Haltung. Verdorbene Lebensmittel, übermäßige Gabe von Süßigkeiten oder andere völlig ungeeignetes Futter können bei Minischweinen sogar zum Tod führen.

Zu kleine Ställe, die zudem noch schlecht belüftet sind, können ebenso der Gesundheit der Tiere schaden, wie ein Schlafplätze und Toiletten, die nicht regelmäßig gesäubert werden. Ab und an eine Handvoll frisches Stroh verteilen genügt nicht. Der Schlafplatz sollte grundlegend gesäubert werden, das heißt, brauchbares Material Beiseite legen, dann die alte und verdreckte Unterlage entfernen. Das trockene noch gute Stroh dient nun als Unterbett oben drauf kommt nun eine frische Lage Stroh. Übrigens, das Verteilen des Strohs übernehmen die Schweine gern selbst, eine gute Beschäftigung für die Tiere.

Nicht nur die Toilette im Innenraum sollten täglich gereinigt werden, auch im Auslauf ist dies wichtig. Saubere Futter- und Wassertröge sollten die Regel und nicht die Ausnahme sein. Die Ausrede die Minis kauen oder lecken doch sowieso alles an, zählt nicht. Futterreste ziehen nicht nur Ratten und Mäuse an, sie sind auch Brutplätze für Keime.

Erste Krankheitsanzeichen:

-      Tiere fressen schlecht

-      Liegen/Schlafen mehr und reagieren nicht auf ihre Menschen

-      Körpertemperatur ist erhöht (mehr als 39,5°C beim erwachsenen Tier und beim Ferkel über 40,5°C)

-      übrigens Schweine können auch unterkühlen, davon spricht man ab einer Temperatur von unter 37°c

Der Tierarzt ist nötig, wenn

 - für mehr als 24 Stunden an Verstopfung, Durchfall oder gar Erbrechen auftreten

 - Schwein schafft es nicht aufzustehen, liegt seit mehr als 8 Stunden

 - zeigt erste Anzeichen einer Kolik, stark beschleunigte Atmung, Fieber

 - Minischwein humpelt bzw. lahmt

 - Blut im Stuhl oder erbricht Blut




Die wichtigsten Krankheiten

Rotlauf

Rotlauf wird durch Bakterien verursacht und kann besonders bei Stress, schlechter Hygiene oder geschwächter Abwehr auftreten. Typische Anzeichen sind plötzliches Fieber, Teilnahmslosigkeit, Fressunlust und manchmal schmerzhafte, rautenförmige rote Hautflecken. Manche Schweine lahmen oder bewegen sich nur ungern.

Rotlauf kann schwer verlaufen und ist auf andere Schweine übertragbar. Der Tierarzt behandelt in der Regel mit Antibiotika. Vorbeugen lässt sich vor allem durch gute Hygiene und eine passende Impfung.

Afrikanische Schweinepest

Die Afrikanische Schweinepest (ASP) ist eine anzeigepflichtige, meist tödlich verlaufende Viruserkrankung. Sie betrifft Haus- und Wildschweine, ist aber für Menschen ungefährlich. Mögliche Symptome sind hohes Fieber, starke Schwäche, bläulich-rote Hautveränderungen, Erbrechen, Durchfall, Atemprobleme und plötzliche Todesfälle.

Es gibt derzeit keine allgemein verfügbare Impfung für Minischweine. Besonders wichtig sind deshalb strenge Hygienemaßnahmen: kein Kontakt zu Wildschweinen, kein Verfüttern von Speiseresten und keine Mitnahme von Fleisch- oder Wurstwaren aus Risikogebieten. Bei Verdacht das Tier nicht transportieren und sofort den Tierarzt informieren.

Schweinegrippe

Die Schweinegrippe wird durch Influenzaviren ausgelöst. Sie kann sich durch Husten, Niesen und engen Kontakt verbreiten. Erkrankte Minischweine zeigen oft Fieber, Husten, Nasenausfluss, schnelle Atmung, Müdigkeit und weniger Appetit. Besonders gefährdet sind junge, alte oder bereits geschwächte Tiere.

Ruhe, Wärme und ausreichend Wasser sind wichtig. Medikamente sollte man ausschließlich nach tierärztlicher Anweisung geben. Je nach Situation kann eine Impfung sinnvoll sein.

Maul- und Klauenseuche

Die Maul- und Klauenseuche (MKS) ist eine hochansteckende Viruserkrankung und in Deutschland anzeigepflichtig. Schweine können Fieber, starke Bewegungsunlust und Blasen oder wunde Stellen an Maul, Rüssel und Klauen entwickeln. Häufig speicheln die Tiere stark oder lahmen.

MKS ist für Menschen meist ungefährlich, kann sich aber sehr schnell zwischen empfänglichen Tieren ausbreiten. Bei Verdacht sofort das Veterinäramt beziehungsweise den Tierarzt verständigen und jeglichen Tierkontakt vermeiden. Impfungen erfolgen nicht routinemäßig, sondern nur nach behördlichen Vorgaben.

Impfungen beim Minischwein

Welche Impfungen nötig sind, hängt von Region, Haltung und Kontakt zu anderen Schweinen ab. Häufig wird eine Impfung gegen Rotlauf empfohlen. Je nach Bestand können weitere Impfungen, beispielsweise gegen bestimmte Atemwegs- oder Fortpflanzungskrankheiten, sinnvoll sein. Der Tierarzt erstellt einen individuellen Impfplan.

Entwurmung und Milben

Minischweine können sich mit verschiedenen Würmern infizieren. Hinweise sind Abmagerung, Durchfall, stumpfes Fell, Husten oder ein aufgeblähter Bauch. Entwurmungsmittel sollten nicht einfach regelmäßig „auf Verdacht“ gegeben werden. Besser ist eine Kotuntersuchung und anschließend eine gezielte Behandlung.

Milben verursachen häufig starken Juckreiz, Krusten, gerötete Haut und kahle Stellen. Eine sichere Diagnose und passende Behandlung übernimmt der Tierarzt. Stall, Decken und Bürsten müssen meist gründlich gereinigt werden, damit die Parasiten nicht wiederkommen.

 


(Text wurde nach meinen Vorgaben von KI erstellt)





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