Die wohl häufigsten Ursachen für Erkrankungen der kleinen Steckdosen-Träger sind falsche Fütterung und schlechte Haltung. Verdorbene Lebensmittel, übermäßige Gabe von Süßigkeiten oder andere völlig ungeeignetes Futter können bei Minischweinen sogar zum Tod führen.
Zu kleine Ställe, die
zudem noch schlecht belüftet sind, können ebenso der Gesundheit der Tiere
schaden, wie ein Schlafplätze und Toiletten, die nicht regelmäßig gesäubert
werden. Ab und an eine Handvoll frisches Stroh verteilen genügt nicht. Der
Schlafplatz sollte grundlegend gesäubert werden, das heißt, brauchbares
Material Beiseite legen, dann die alte und verdreckte Unterlage entfernen. Das
trockene noch gute Stroh dient nun als Unterbett oben drauf kommt nun eine
frische Lage Stroh. Übrigens, das Verteilen des Strohs übernehmen die Schweine
gern selbst, eine gute Beschäftigung für die Tiere.
Nicht nur die Toilette im Innenraum sollten täglich gereinigt werden, auch im Auslauf ist dies wichtig. Saubere Futter- und Wassertröge sollten die Regel und nicht die Ausnahme sein. Die Ausrede die Minis kauen oder lecken doch sowieso alles an, zählt nicht. Futterreste ziehen nicht nur Ratten und Mäuse an, sie sind auch Brutplätze für Keime.
Erste Krankheitsanzeichen:
-
Tiere
fressen schlecht
-
Liegen/Schlafen
mehr und reagieren nicht auf ihre Menschen
-
Körpertemperatur
ist erhöht (mehr als 39,5°C beim erwachsenen Tier und beim Ferkel über 40,5°C)
-
übrigens
Schweine können auch unterkühlen, davon spricht man ab einer Temperatur von
unter 37°c
Der
Tierarzt ist nötig, wenn
- für mehr als 24 Stunden an Verstopfung,
Durchfall oder gar Erbrechen auftreten
- Schwein
schafft es nicht aufzustehen, liegt seit mehr als 8 Stunden
- zeigt erste Anzeichen einer Kolik, stark beschleunigte Atmung, Fieber
- Minischwein humpelt bzw. lahmt
- Blut im Stuhl oder erbricht Blut
Die wichtigsten Krankheiten
Rotlauf
Rotlauf wird durch Bakterien verursacht und kann
besonders bei Stress, schlechter Hygiene oder geschwächter Abwehr auftreten.
Typische Anzeichen sind plötzliches Fieber, Teilnahmslosigkeit, Fressunlust und
manchmal schmerzhafte, rautenförmige rote Hautflecken. Manche Schweine lahmen
oder bewegen sich nur ungern.
Rotlauf kann schwer verlaufen und ist auf andere
Schweine übertragbar. Der Tierarzt behandelt in der Regel mit Antibiotika.
Vorbeugen lässt sich vor allem durch gute Hygiene und eine passende Impfung.
Afrikanische Schweinepest
Die Afrikanische Schweinepest (ASP) ist eine
anzeigepflichtige, meist tödlich verlaufende Viruserkrankung. Sie betrifft
Haus- und Wildschweine, ist aber für Menschen ungefährlich. Mögliche Symptome
sind hohes Fieber, starke Schwäche, bläulich-rote Hautveränderungen, Erbrechen,
Durchfall, Atemprobleme und plötzliche Todesfälle.
Es gibt derzeit keine allgemein verfügbare
Impfung für Minischweine. Besonders wichtig sind deshalb strenge
Hygienemaßnahmen: kein Kontakt zu Wildschweinen, kein Verfüttern von
Speiseresten und keine Mitnahme von Fleisch- oder Wurstwaren aus
Risikogebieten. Bei Verdacht das Tier nicht transportieren und sofort den
Tierarzt informieren.
Schweinegrippe
Die Schweinegrippe wird durch Influenzaviren
ausgelöst. Sie kann sich durch Husten, Niesen und engen Kontakt verbreiten.
Erkrankte Minischweine zeigen oft Fieber, Husten, Nasenausfluss, schnelle
Atmung, Müdigkeit und weniger Appetit. Besonders gefährdet sind junge, alte
oder bereits geschwächte Tiere.
Ruhe, Wärme und ausreichend Wasser sind wichtig.
Medikamente sollte man ausschließlich nach tierärztlicher Anweisung geben. Je
nach Situation kann eine Impfung sinnvoll sein.
Maul- und Klauenseuche
Die Maul- und Klauenseuche (MKS) ist eine
hochansteckende Viruserkrankung und in Deutschland anzeigepflichtig. Schweine
können Fieber, starke Bewegungsunlust und Blasen oder wunde Stellen an Maul,
Rüssel und Klauen entwickeln. Häufig speicheln die Tiere stark oder lahmen.
MKS ist für Menschen meist ungefährlich, kann
sich aber sehr schnell zwischen empfänglichen Tieren ausbreiten. Bei Verdacht
sofort das Veterinäramt beziehungsweise den Tierarzt verständigen und jeglichen
Tierkontakt vermeiden. Impfungen erfolgen nicht routinemäßig, sondern nur nach
behördlichen Vorgaben.
Impfungen beim Minischwein
Welche Impfungen nötig sind, hängt von Region,
Haltung und Kontakt zu anderen Schweinen ab. Häufig wird eine Impfung gegen Rotlauf
empfohlen. Je nach Bestand können weitere Impfungen, beispielsweise gegen
bestimmte Atemwegs- oder Fortpflanzungskrankheiten, sinnvoll sein. Der Tierarzt
erstellt einen individuellen Impfplan.
Entwurmung und Milben
Minischweine können sich mit verschiedenen
Würmern infizieren. Hinweise sind Abmagerung, Durchfall, stumpfes Fell, Husten
oder ein aufgeblähter Bauch. Entwurmungsmittel sollten nicht einfach regelmäßig
„auf Verdacht“ gegeben werden. Besser ist eine Kotuntersuchung und anschließend
eine gezielte Behandlung.
Milben verursachen häufig starken Juckreiz,
Krusten, gerötete Haut und kahle Stellen. Eine sichere Diagnose und passende
Behandlung übernimmt der Tierarzt. Stall, Decken und Bürsten müssen meist
gründlich gereinigt werden, damit die Parasiten nicht wiederkommen.
(Text
wurde nach meinen Vorgaben von KI erstellt)


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